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Integrative Krippe

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Die integrative Krippe ist ein pädagogisches Betreuungsangebot für Kinder mit und ohne Behinderung unter drei Jahren. In einer altersgemischten Gruppe (0 bis 3 Jahre) werden Kinder für den Teil eines Tages von pädagogischen und heilpädagogischen Fachkräften betreut. Die Krippe ist mit den Kindergartengruppen und einer Hortgruppe in der  Kindertagesstätte integriert.

Die Krippe ist heute eine Familien unterstützende und begleitende Einrichtung. Kinder besuchen die Krippe, damit Eltern einer Berufstätigkeit / Ausbildung nachgehen können oder um sich eine eigenständige Existenzsicherung aufzubauen. Die Krippe bereichert das Leben der Kinder und ihrer Familien, deshalb steht sie allen Kindern offen.

Ziel der inklusiven Arbeit mit Kindern im Alter unter drei Jahren ist es, Kindern mit Behinderung in einem entwicklungsfördernden Umfeld und in einem ausreichenden Zeitumfang mit nicht behinderten Kindern gemeinsam zu fördern und zu betreuen und so die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Darüber hinaus werden auch die Eltern in besonderer Weise angesprochen. Auch sie erleben so früh wie möglich Gemeinschaft mit anderen Eltern. Isolationstendenzen der Familien soll so vorgebeugt werden.
Durch die Gestaltung eines anregenden Entwicklungsmilieus schaffen wir eine positive Entwicklungs- und Lernatmosphäre für alle Kinder in der Gruppe und somit der Grundstein für bestmögliche Bildungschancen gelegt.

 Vermeidung einer „Inselkrippe“

Die Krippe stellt für die Kinder unter 3 Jahren vor allem eine „Schutzzone“ dar.
Den Krippenkindern werden nach einer behutsamen und intensiven Eingewöhnungszeit  alle Räumlichkeiten des Kindergartens nach und nach zugängig gemacht. Die ersten Schritte in die große Welt des Kindergartens können gegangen werden, wenn sie sich sicher und geborgen fühlen. Hierbei wird die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes berücksichtigt, um sinnvoll entscheiden zu können, wann welches Kind den „Schutzraum“ Krippe verlassen möchte, um andere Räume und Bereiche zu erleben und somit weitere neue Erfahrungen zu machen.
Individuell werden unsere gruppenübergreifenden Angebote im Kindergartenbereich auch auf die Krippe ausgedehnt.

Eingewöhnung im Zusammenhang aller Beteiligten

Für die Erziehung, Bildung und Betreuung in der Gruppe sollen folgende Besonderheiten des Alters berücksichtigt werden:
Die Kinder brauchen in der Gruppe Bindungs- und Bezugspersonen, die ihnen einen sicheren Halt geben, um die Umgebung zu erkunden, zu spielen und zu lernen. Diese Bindungen werden in einer Eingewöhnungszeit aufgebaut. Die Bezugspersonen sind in dieser Zeit kontinuierlich verfügbar und bereit für eine intensive Beziehungspflege. Besonders Kinder unter drei Jahren brauchen klare Tagesabläufe, Regeln und Rituale. Dieses hilft ihnen, sich anhand von Ereignissen, Handlungen und Abläufen zu orientieren. Es gibt ihnen Sicherheit, weil es die Zeit in der Gruppe ordnet und damit Ereignisse vorhersehbar macht. Kinder im Krippenalter lernen insbesondere durch körperliche Aktivität. Sie brauchen Raum und Gelegenheiten, verschiedenste Bewegungsformen auszuprobieren und zu üben.
Außerdem profitieren die Kinder von der Kindergruppe, wenn Kontinuität in der Gruppenzusammensetzung (Bekanntheit) und eine klare Zugehörigkeit zu einer
überschaubaren Bezugsgruppe gewährleistet ist.

Aufnahmesituation

Spätestens bei der Anmeldung der Kinder für einen Besuch der Krippe werden die Eltern darüber informiert, dass ihre Beteiligung an der Eingewöhnung ihres Kindes gewünscht wird, welche Bedeutung ihre Beteiligung hat und wie lange die Eingewöhnung längstens dauern wird.
Haben sich die Eltern für eine Anmeldung in unserer Einrichtung entschieden, findet ein intensives Aufnahmegespräch statt auf  dem die  Beteiligten alle wichtigen Informationen austauschen können.
So ist von beiden Seiten ein erstes Kennen lernen gegeben. In diesem Aufnahmegespräch werden festgelegte Fragen an die Eltern gestellt über z.B. Besonderheiten, Auffälligkeiten, Vorlieben, Gewohnheiten, bisherigen Trennungserfahrungen, etc. des Kindes.
Auch die Eltern können hier noch einmal ihre Fragen stellen, die sie beschäftigen und ihre Erwartungen und Wünsche an die Krippe äußern.
Den Eltern wird hier noch einmal ganz genau die Eingewöhnungsphase vorgestellt und die Wichtigkeit der Zusammenarbeit dargelegt.
Es muss für die Eltern verständlich und nachvollziehbar sein, wie sie sich verhalten sollen und warum. Gemeinsam wird ein Termin festgelegt für eine erste Begegnung von Kind und BezugserzieherIn.

Tagesablauf in der Krippe

Der Tagesablauf in der Krippe ist strukturiert durch wiederkehrende Ereignisse und Rituale und Zeiten, in denen sich die Kinder individuell in ihr Spiel vertiefen oder die Zuwendung und Geborgenheit einer Fachkraft ganz für sich alleine erhalten.
Beim Bringen der Kinder geht es immer darum, den Übergang von zu Hause in das Gruppengeschehen mit seinen anderen Ereignissen und Beziehungen zu gestalten. Rituale und ein wiederkehrender durchstrukturiertet Tagesablauf geben den Kindern zusammen mit der wertschätzenden Zuwendung durch die Mitarbeiter/innen Sicherheit und Orientierung.
In jedem Fall wird es für die Ganztagskinder nach dem Mittagessen eine Ruhe- oder Schlafensphase geben.
Die Kinder werden zu Zeiten, die für die Familien am günstigsten sind, abgeholt. Dies sollte aber nicht während der Malzeiten erfolgen.

Therapien in der integrativen Krippe

Das zusätzliche Therapieangebot orientiert sich an den Bedürfnissen der Kinder mit Therapiebedarf. Wir verstehen Therapie als zusätzliche Hilfestellung für die Erweiterung neuer Handlungskompetenzen, die  entsprechend in unseren Alltag integriert wird. Therapie wird bei uns als interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Therapeuten (Physio,- Sprach- und Ergotherapeuten) und den pädagogischen und den heilpädagogischen Fachkräften verstanden.

Räumlichkeiten
  • Gruppenraum
  • Krippenbistro und -atelier
  • Wickel- und Waschraum mit Blickkontakt in den Gruppenraum
  • Großzügiges Außengelände mit Krippenspielgerät
  • Nach Absprache alle Bereiche der Kindertagesstätte

Qualitätsmerkmale
  • Geringe Gruppengröße (12 Kinder)
  • Gemeinsame Bildungschancen für Kinder mit und ohne Behinderungen
  • Anregende Lernumgebungen
  • Personalschlüssel von mind. drei MitarbeiterInnen
  • Nutzung aller Räumlichkeiten und des großzügigen Außengeländes.




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